Weiterentwicklung von Mozilla Thunderbird wird eingestellt

Emailprogramm als Desktoplösung für Firefox nicht mehr interessant genug

Mozilla Thunderbird rangiert seit einigen Jahren weit oben auf der Beliebtheitsskala der E-Mail-Programme. Trotz dieser Popularität und mehr als 20 Millionen Usern der Software gaben die Entwickler bekannt, dass die weitere Entwicklung nun eingestellt wird.

Der Donnervogel auf dem absteigenden Ast

Die Gründe, warum die Weiterentwicklung von Thunderbird eingestellt wird, sind laut der Aussagen des Mozilla-Teams zahlreich. Zum wohl wichtigsten Grund zählt der Umstand, dass klassische Desktop-Software nicht mehr im Fokus des User-Interesses liegt – vielmehr rüccken hier die Daten in der Cloud in den Vordergrund mit dem Vorteil überall an seine Mail gelangen zu können. Entwicklungen im Bereich mobiler Geräte rücken mehr und mehr in den Vordergrund.

So kündigt Mozilla für das kommende Jahr die Fertigstellung eines mobilen Betriebssystems, für das ebenfalls 2013 die ersten passenden Smartphones auf den Markt kommen sollen. Auch ein Browser für das iPad befindet sich in der Planungsphase.

Zwar will Mozilla die Weiterentwicklung von Thunderbrid einstellen, allerdings nicht vollständig. Sicherheits- und Serviceupdates soll es auch in Zukunft weiterhin geben. Wer Thunderbird schon länger nutzt wird also kaum einen Unterschied zur bisherigen Situation bemerken, das Mozilla hauptsächlich den Browser Firefox in kurzen Abständen mit Updates und neuen Versionen versorgt.

Bei Mozilla Thunderbird waren die Intervalle zwischen Updates und Neuversionen schon immer etwas länger. Es bleibt abzuwarten, inwiefern sich Mozilla in Zukunft noch mit regelmäßigen Updates von Thunderbird beschäftigt oder ob dem beliebten Programm ein langsamer Tod auf Raten droht.

Alternativen und Lösungen zu Thunderbird

Wer sich trotzdem nach neuer Software zum Abrufen seiner E-Mails umsehen möchte, dem seien zwei Programme ans Herz gelegt, die wie Thunderbird auch, kostenlos zum Download stehen:

  • Spicebird (ähnlich wie Thunderbird, aber mit detailierterer Terminverwaltung)
  • Zoho (eigene E-Mail-Adresse inklusive und iPad-kompatibel)

Es gibt noch zahlreiche Anbieter von Freeware, die ihre eigenen Versionen von Mailprogrammen anbieten. Wie aber schon erwähnt wird Mozilla Thunderbird nicht komplett eingestellt. Es lohnt sich, die ersten Updates abzuwarten, wenn man mit Thunderbird prinzipiell schon vertraut und zufrieden ist.

 

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