Schrauben, Sammeln, Aufarbeiten – die heilsame Wirkung von Hobbys

Menschen mit einer Passion sind im Allgemeinen glücklicher. Obwohl der Begriff Beschäftigungstherapie für viele einen negativen Beigeschmack hat, ist die Ausführung einer konkreten, sinnvollen Freizeitbeschäftigung eine gute Sache. Ein Hobby sorgt für Entspannung, Zerstreuung und manchmal auch für ein kreatives Ventil.

Autoschrauber © iStock.com/stellalevi

Autoschrauber © iStock.com/stellalevi

Vor allem konstruktive sowie kreative Hobbys sind gut für unser Seelenheil. Ein großer Teil der Deutschen werkelt in den rar gesäten Stunden zwischen Arbeit und Familie zum Beispiel liebend gern in der Garage oder Werkstatt an einem Liebhaberfahrzeug. Dabei ist tatsächlich der Weg das Ziel. Das Schrauben, Polieren, Zusammensetzen, Ölen, Lackieren, Schweißen und Reinigen sorgt immer wieder aufs Neue für Erfolgserlebnisse und man investiert ständig und gerne in neue Ersatzteile für das eigene Auto. Man könnte ein solches Hobby als selbstgeneriertes Belohnungssystem betrachten.

Mehr als ein altes Vehikel – ob Zweirad oder Pkw spielt keine Rolle – , das nötige Know-how, Werkzeug und die jeweiligen Ersatzteile benötigt man dafür eigentlich nicht.
Aber auch Holzarbeiten/Schnitzereien, Möbelrestauration, Elektronikarbeiten oder künstlerische/kreative Hobbys haben diesen positiven Effekt. Weniger konstruktiv, aber nicht weniger erfüllend sind Sammelleidenschaften aller Art. Damit kann man es allerdings auch übertreiben.

Wie uns die Sammelleidenschaft beeinflusst

Sammeln bezeichnete ursprünglich nur eine Art des Nahrungserwerbes zu Beginn der Menschheitsgeschichte. Der gemeine Hobbysammler ergattert und bewahrt aber auch oder sogar vor allem solche Dinge, die er nicht zwingend zum Überleben braucht. Prinzipiell kann das alles sein: Briefmarken, alte Bücher, Kunstgegenstände, Oldtimer, Radioempfänger, Bierdeckel, Schachspiele, Kugelschreiber oder Porzellanfiguren.

Sammeln © iStock.com/mikespics

Sammeln © iStock.com/mikespics

In seltenen Fällen kann eine Sammlung komplettiert werden – zum Beispiel wenn eine ganz bestimmte Stückzahl des Sammlerguts produziert wurde. Die meisten Sammlungen erfahren allerdings nur eine regelmäßige Erweiterung. Es geht (wie bei dem oben beschriebenen Autoschrauben) vielmehr um den Prozess des Sammelns und den damit verbundenen Erfolgserlebnissen. Dabei muss der Sammler jedoch aufpassen, dass sein Hobby nicht zur Obsession wird.

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