Scharlach bei Kindern

lässt sich schnell mit Antibiotika behandeln

Scharlach ist eine Krankheit, die bei Kindern im Kindergarten- oder Schulalter vor allem in den Wintermonaten häufig vorkommen kann. Doch wie erkennt man eine Scharlacherkrankung? Wie wird sie behandelt und welche Komplikationen kann es geben?

krankes Kind © Benjamin Thorn  / pixelio.de

krankes Kind © Benjamin Thorn / pixelio.de

Welche Symptome hat Scharlach?

Scharlach ist eine Infektion mit bakteriellen Erregern, sogenannten Streptokokken. Es handelt sich um eine Tröpfcheninfektion, das heißt, durch Niesen, Husten oder verunreinigte Gegenstände kann man sich anstecken. An Scharlach kann man auch nach einer überstandenen Scharlacherkrankung noch einmal erkranken – auch im Erwachsenenalter!

 

Bei einer Scharlachinfektion kommt es nach zwei bis vier Tagen Inkubationszeit zu:

  • Halsschmerzen;
  • Schluckbeschwerden
  • und Fieber.
  • Der Rachen rötet sich und die Schleimhaut schwillt an.
  • Außerdem tritt Mundgeruch auf.
  • Die Lymphknoten schwellen nach einigen Tagen an.
  • Zudem können Symptome wie bei grippalen Infekten kommen.
  • Ein weißer Belag entsteht auf der Zunge.
  • Ab dem dritten oder vierten Tag nimmt diese ein Himbeerrot an und die Zungenbläschen schwellen an.
  • Außerdem entsteht ein Ausschlag, der mit Rötungen in den Achseln und der Leistengegend beginnt und sich langsam weiter auf dem ganzen Körper ausbreitet (außer im Mundbereich).
  • Nach einer bis drei Wochen schuppt die Haut sich dann.

Wenn Verdacht auf eine Scharlacherkrankung besteht, sollte auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden, denn es drohen teils lebensbedrohliche Folgeerkrankungen an Ohren, Gelenken, Nieren und dem Herz.

Behandlung bei Scharlach

Die Behandlung von Scharlach sollte mit Antibiotika erfolgen sobald erste Scharlachsymptome auftreten. Die Behandlung mit homöopathischen Mitteln sollte nur begleitend erfolgen.
Speziell bei Kindern ist es wichtig, dass sie sich ruhig verhalten, auch wenn sie sich schnell wieder gut fühlen. Sie sollten mit ruhigen Tätigkeiten wie z.B. Lesen beschäftigt werden, damit die Genesung optimal erfolgen kann.

Bei starken Halsschmerzen sollten die Kinder warme Hals- oder Quarkwickel erhalten. In diesem Fall ist flüssige Nahrung empfehlenswert, auch Eis oder warme Getränkte können helfen. Die Ernährung sollte allgemein salz- und eiweißarm sein.

Die Ansteckungsgefahr endet 24 Stunden nach der ersten Antibiotikagabe, in die Schule oder den Kindergarten darf das Kind normalerweise eine Woche nach Beginn der Behandlung oder wenn keine Symptome mehr bestehen.

Allgemein ist die Prognose zum Krankheitsverlauf bei Scharlach gut. Wird er rechtzeitig erkannt und vor allem umgehend mit entsprechenden Antibiotika behandelt, verläuft Scharlach in der Regel ohne Komplikationen.

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