Paneele aus Holz anbringen

Es muss nicht immer ein Handwerker kommen

Wand- und Deckenpaneele schaffen eine warme Atmosphäre in jeder Wohnung. Eine Vertäfelung ist auch praktisch, Sie können nämlich Kabel und Leitungen einfach dahinter verschwinden lassen. Auch schadhafte Stellen im Putz müssen nicht unbedingt ausgebessert werden, die Paneele überspielen auch die. Nutzen Sie die Paneele deshalb ruhig für Renovierungsarbeiten, der Raum sieht wohnlich aus und Sie haben die halbe Arbeit.

Auch die Schalldämpfung ist nicht zu unterschätzen, bei hellhörigen Räumen kann die Verkleidung wahre Wunder wirken. Selbst Heizkosten können Sie sparen, mit Paneelen können Sie ganz einfach die Decke absenken. Paneele können Sie leicht selbst anbringen, hier sind einige Tipps, damit Ihnen die Montage auch perfekt gelingt.

© Jay Mantri

© Jay Mantri

Bringen Sie eine Unterkonstruktion an

Damit Sie die Paneele später auch befestigen können, ist zunächst eine Unterkonstruktion notwendig. Kaufen Sie dazu Konstruktionslatten und schrauben Sie diese senkrecht an die Wand an. In aller Regel sollten 40 cm Abstand reichen, aber richten Sie sich immer nach den anzubringenden Paneelen. Soll eine Dämmung hinter den Paneelen angebracht werden, müssen Sie die Latten senkrecht und waagerecht anbringen, sodass ein Gitter entsteht. Dann müssen Sie die Bohrlöcher anzeichnen, natürlich in der Stärke der Dübel. Beginnen Sie nun die Konstruktion zu befestigen und kontrollieren Sie die Lage der Latten mit einer Wasserwaage.

Das Dämm-Material einfügen

Wenn Sie die Wand dämmen wollen, muss dass Material zwischen Unterkonstruktion und Paneelen angebracht werden. Bringen Sie also das Dämmmaterial ein und bringen eine PE-Folie an. Diese wird dann ganz dicht an der Lattung verklebt. Die Konterlattung wird natürlich so angebracht, dass die Luft noch zirkulieren kann. Welches Dämmmaterial Sie benutzen bleibt Ihnen überlassen, es sollte aber sehr resistent gegen Fäulnis sein. Es sollte 40 mm dick geschnitten sein und natürlich müssen Sie diese Stärke auch für die Latten wählen. Damit haben Sie nicht nur eine Wärmedämmung, sondern auch einen perfekten Schallschutz. Das wäre auch bei einem Altbau zu überdenken, denn oft verbietet der Denkmalschutz eine Dämmung der Außenfassade.

Das Einsetzen der Paneele

Bevor Sie die Paneele einsetzen, sollten sie ruhig eine Nacht im Raum lagern, damit sie sich akklimatisieren können. Die Paneele werden nicht etwa auf die Unterkonstruktion genagelt, sondern mit Befestigungsklammern montiert. Die erste Befestigungsklammer wird an die Konstruktion genagelt, aber so, dass Sie die Paneele mit 2 cm Abstand zur Wand anbringen können. Diesen Abstand nennt man Dehnungsfuge und dieser Abstand ist unbedingt einzuhalten. Denn Holz arbeitet! Das erste Paneel wird immer so angebracht, dass die Feder zum Wandabschluss zeigt. Die folgenden Paneele werden in die Nut des letzten Paneels eingebracht. Hier noch ein Tipp: Verwenden Sie die Paneele so, dass sie möglichst die gesamte Fläche abdecken. So haben Sie weniger Verschnitt.

Öffnungen für Lichtschalter und Steckdosen

Schneiden Sie jetzt Löcher für die Lichtschalter und Steckdosen aus. Dafür eignet sich eine Lochsäge bestens und natürlich sollten Sie die Ausschnitte vor dem Verlegen kennzeichnen. Sollten die Steckdosen und Schalter nicht mehr bündig abschließen, müssen Sie Hohlwanddosen einsetzen. Überlassen Sie diese Arbeit besser einem Elektriker. Jetzt müssen Sie nur noch Abschlussleisten anbringen und Ihr Heimwerker-Projekt ist fertig.

Was brauchen Sie dafür?

Material:

  • Paneele
  • Konstruktionslatten
  • Schrauben
  • Dübel
  • Nägel
  • Dämmung
  • Abschlussleisten

Werkzeug:

  • Bohrmaschine
  • Akku-Schrauber
  • Hammer
  • Lochsäge
  • Wasserwaage
  • Zollstock
  • Winkel
  • Bleistift

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