Gefahr bei niedrigem Blutdruck in der Schwangerschaft

Während ein zu hoher Blutdruck langfristig schwere gesundheitliche Folgen nach sich ziehen kann, gilt ein zu niedriger Blutdruck (Hypotonie) grundsätzlich als vergleichsweise harmlos, sofern der Betroffene keine Einschränkungen im Alltag hinnehmen muss. Ganz andere Regeln gelten allerdings bei Schwangeren. Hier kann die Hypotonie schwere körperliche Schäden für das Ungeborene und dessen Mutter hervorrufen.

Blutdruckmesser ©  Rainer Sturm  / pixelio.de

Blutdruckmesser © Rainer Sturm / pixelio.de

Die Gefahr der Hypotonie bei Schwangeren

Der Blutdruck eines gesunden Menschen liegt im Idealfall bei 120 mmHg systolisch (der Druck in der Auswurfphase des Herzens) und 80 mmHg diastolisch (Rückfluss zum Herzen durch den Venendruck).

Von Hypotonie sprechen Mediziner bei einem Blutdruck von unter 95/65 mmHg. Hier macht sich üblicherweise Schwindelgefühl breit ─ vor allem bei schnellem Aufstehen ─ sowie Müdigkeit und Kältegefühl an Händen und Füßen.

Vor allem Schwangere sind aufgrund des erweiterten Blutkreislaufes häufig von Hypotonie betroffen; immerhin hat der gesamte Kreislauf es hier mit einer Doppelbelastung zu tun!

Ein zu niedriger Blutdruck bedeutet grundsätzlich die Unterversorgung von Organen, vor allem des Herzens und Gehirns. Eine Hypotonie bei Schwangeren kann zusätzlich zu Durchblutungsstörungen des Uterus und somit zu dessen Unterversorgung mit allen damit verbundenen Folgen führen.

Maßnahmen gegen Hypotonie in der Schwangerschaft

Es sollte einsehbar sein, dass auf Kaffee oder Arzneien während der Schwangerschaft verzichtet werden muss ─ sofern möglich. Medikamente gegen Hypotonie bewirken eine Erhöhung des Blutdrucks durch Gefäßverengung, wodurch die Blutversorgung des ungeborenen Kindes auf gefährliche Weise eingeschränkt wird. Daher sollte auf natürliche Mittel zurückgegriffen werden!

  • Als einfache Symptombekämpfung ist die Autotransfusionslage geeignet. Hier begibt sich die Schwangere in Liegestellung, wobei die Beine leicht erhöht bleiben und den höchsten Punkt des Körpers bilden. So kann das Blut allein durch die Schwerkraft in die lebenswichtigen Organe fließen bzw. wird dies erleichtert.
  • Eine andere einfache und sehr billige Methode ist die Zuführung von Salz. Nicht ohne Grund verlangen schwangere Frauen nach den merkwürdigsten Kombinationen aus allen möglichen Speisen; die Versorgung des Uterus verbraucht Energie und somit Mineralien. Außerdem wirkt Salz blutdruckerhöhend. Während der übermäßige Verzehr von salzhaltigen Produkten in den industrialisierten Staaten zum Problem geworden ist, wirkt es bei Schwangeren wie ein Heilmittel.
  • Eine weitere und sehr einfache Möglichkeit der Blutdrucksenkung besteht in der Flüssigkeitszufuhr. Je mehr Flüssigkeit der Körper aufnimmt, desto dünnflüssiger wird die Viskosität des Blutes. Durch den damit verbundenen niedrigeren Widerstand fließt es leichter und schneller durch die Gefäße und benötigt somit weniger Druck ─ was wiederum zum Sinken des Blutdrucks führt.

Sollten diese einfachen Hausmittel oder Massnahmen den Blutdruck nicht erhöhen sollten selbstverständlich schnellstmöglich ein Arzt oder Frauenarzt aufgesucht werden!

 

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