Ebolavirus in Uganda

kann es zu einem flächendeckenden Ausbruch kommen und in andere Länder übertragen werden?

Vor drei Wochen wurde gemeldet, in Uganda habe der zu 50% tödlich endende, hochansteckende Ebola Virus des Typs Sudan (es sind fuenf Arten mit unterschiedlichen Letalitaetsstufen bekannt) 20 Menschen infizieren koennen. 14 sind laut der US Seuchenkomission bereits verstorben. Nun wurden weitere Faelle in der Hauptstadt Kampala bekannt.

Virus © flickr.com / leonelcunha

Virus © flickr.com / leonelcunha

Laut Stern sind die Gesundheitsbehoerden durch das wiederholte Auftreten in der Region (2000 und 2004 hat es Epidemien gegeben, die mehr als 200 Menschenleben forderten) bereits vorbereitet und reagieren mit der sofortigen Isolierung, wenn Verdacht auf Ebola besteht, Quarantaenestationen seien eingerichtet. Auch der Focus berichtet von einem Aufruf des Präsidenten, alle Personen ausfindig zu machen, die betroffen sein könnten. Der Leiter der virulogischen Abteilung des Tropeninstituts in Hamburg Stephan Günter äusserte in einem Interview gegenüber der ZEIT im Sinne der Seuchenbekämpfung sei der rasche und schwere Verlauf vorteilhaft. Ärzte könnten Ebola sofort erkennen.

Gefährdung anderer Länder

Eine Ausbreitung des Virus über die Grenzen Afrikas ist vor allem durch Einschleppung denkbar, sagte der Leiter der virulogischen Abteilung der Universitaet Marburg, Stephan Becker in einem
Interview mit n-tv. Er sieht vor allem eine Gefaehrdung der Rucksacktouristen, sich im engen Kontakt zu Flora und Fauna des Landes einen Erreger einzufangen und in ihr Heimatland mitzutragen.
1967 sind 7 von 31 wissenschaftlichen Labormitarbeitern in Marburg durch die Infektion an importierten afrikanischen Affen an einem Ebola verwandten Virus verstorben.

Impfstoff gegen Ebola

Als sich 2009 eine Wissenschaftlerin bei einem Versuch einen Antikoerper gegen das Ebola Virus zu finden, in den Finger sticht und unter den Verdacht gerät, sich infiziert zu haben, wird sie mit einem aus Kanada eingeflogenen Impfstoff, der sich im Tierversuch als wirksam erwiesen hat. Es heisst in vielen aktuellen Berichten, es sei derzeit weder ein Impfstoff noch Heilmittel bekannt. Stephan Günter sagte im Gespraech mit der ZEIT, es habe bisher keine Markteinfuehrung gegeben, weil die Kommerzialisierung wegen der relativen Seltenheit der Krankheitsfaelle fuer Pharmaunternehmen nicht rentabel sei.

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