Alkohol am Steuer, welche Promillegrenzen führen zum Führerscheinentzug und zur MPU?

Eine Taxifahrt ist nicht nur preiswerter sonder auch sicherer!

Jedes Jahr passieren auf Deutschlands Straßen viele Verkehrsunfälle, bei denen der Fahrzeugführer alkoholisiert war, oder unter dem Einfluss berauschender Mittel stand. Aus diesem Grund hat der Gesetzgeber klare Promillegrenzwerte definiert, bei deren Überschreitung, das Führen eines Kraftfahrzeugs verboten ist.

Promilleweg © SarahC.  / pixelio.de

Promilleweg © SarahC. / pixelio.de

Die relative Fahruntüchtigkeit

Von relativer Fahruntüchtigkeit spricht man bei einem Promillewert ab 0,50 – 1,09 Blutalkohlkonzentration. Wer sich in diesem Rahmen alkoholisiert ans Steuer eines Kraftfahrzeugs setzt, handelt ordnungswidrig gemäß § 24a StVG.

  • Dies zieht ein Bußgeld in Höhe von 500 Euro,
  • sowie einen Monat Fahrverbot nach sich.
  • Bei Wiederholungstätern verdoppelt sich das Bußgeld und es darf drei Monate lang kein Kraftfahrzeug geführt werden.

Die absolute Fahruntüchtigkeit

Absolut fahruntüchtig ist, wer mit 1,10 Promille oder mehr Alkohol im Blut ein Kraftfahrzeug im Straßenverkehr führt. Er begeht eine Straftat nach § 316 StGB und hat mit einer Entziehung der Fahrerlaubnis zu rechnen. Diese wird in der Regel nicht unter 12 Monaten Dauer ausfallen und tritt meist ab dem Tattag in Kraft.

Wie bei allen Straftaten gibt es auch hier einen Strafrahmen und die konkrete Strafzumessung wird durch einen Staatsanwalt vorgenommen.

Wird ein Fahrzeugführer mit einem Alkoholwert von über 1,60 Promille kontrolliert, wird im Nachgang eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) angeordnet. Diese wird von Ärzten und Psychologen durchgeführt und muss durch den Probanden selbst iniziert werden. Ein positives Gutachten ist hierbei Voraussetzung zur Wiedererlangung der Fahrerlaubnis.

Alkohol am Steuer © S. Hofschlaeger / pixelio.de

Alkohol am Steuer © S. Hofschlaeger / pixelio.de

Besonderheiten

Zeigt ein alkoholisierter Fahrer so genannten alkoholbedingte Ausfallerscheinungen wie eine unsichere Fahrweise, verwaschende Aussprache oder verursacht er gar einen Verkehrsunfall, so steht bereits ab 0,30 Promille eine Straftat im Raum. Weiterhin ist zu beachten, dass im Ordnungswidrigkeitenverfahren ein Fahrverbot verhängt wird.(nähere Informationen zu den Bußgeldern und Ordungswidrigkeiten gibt es hier)

Diese hat zur Folge, dass keinerlei Kraftfahrzeug im Verbotszeitraum geführt werden dürfen. Bei dem Entzug der Fahrerlaubnis ist das Führen fahrerlaubnisfreier Kraftfahrzeuge (Mofa, Fahrrad mit Hilfmotor) weiterhin gestattet.

Nicht zuletzt können Haftpflichtversicherer von ihrer Einstandspflicht zurücktreten, wenn sich herausstellt, dass ein Fahrer alkoholisiert an einem Unfall beteiligt war. Die Verursacherfrage kann hierbei dahinstehen.

 

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